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Sie wurden angerufen?

Anruf im Rahmen einer Marktforschungsstudie

Sehr geehrte/r Angerufene/r,

wir sind ein Telefonstudio der Markt- und Sozialforschung und haben versucht, Sie für eine Umfrage zu kontaktieren. Aktuell führen wir telefonische Befragungen zu den Themen „Radio“, „Gesundheit“ oder „Lebensqualität“ durch. Zur Erläuterung finden Sie untenstehend beispielhafte Ergebnisse einiger bereits abgeschlossener Befragungen: 

Häufig gestellte Fragen

1. Was ist Markt- und Sozialforschung?

Der Begriff Markt- und Sozialforschung fasst verschiedene Forschungsbereiche wie Markt- und Sozialforschung, Politikforschung und Wahlforschung zusammen. Sie alle arbeiten mit denselben, wissenschaftlich anerkannten Methoden, lediglich die Inhalte der Forschungsbereiche unterscheiden sich. Systematisch erforschen sie verschiedene Bereiche von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Auch über die Verhaltensweisen und Motivationen der Institutionen, Gruppen und Personen, die in diesen Bereichen handeln, will Markt- und Sozialforschung mehr erfahren. Die Markt- und Sozialforscher sammeln Informationen über Märkte und Bevölkerungsgruppen, über wirtschaftliche, soziale und soziopsychologische Tatbestände, Zusammenhänge und Entwicklungen. Markt- und Sozialforschung erfolgt auf eigene Initiative der Forscher oder im Auftrag von Wirtschaftsunternehmen, Verbänden und Politik. Diese möchten wissen, was die Bedürfnisse ihrer Kunden oder der Bevölkerung sind, um diesen angemessene Produkte, Dienstleistungen oder öffentliche Entscheidungen zu bieten. So erhält potentiell jeder aus der gesamten Bevölkerung ein Mitspracherecht, wenn er bereit ist an Befragungen teilzunehmen.

2. Warum werde ausgerechnet ich ausgewählt?

Für die verschiedenen Aufgabenstellungen der Markt- und Sozialforschung ist – abhängig vom konkreten Untersuchungsthema – eine bestimmte Gruppe von Menschen relevant. Dies kann die gesamte Bevölkerung ebenso sein wie Teilgruppen, beispielweise Studenten oder die Käufer eines bestimmten Produkts. Diese jeweils relevante Gruppe bezeichnet man als Grundgesamtheit.

Für Umfragen kann leider meist nicht die ganze Grundgesamtheit befragt werden. Deshalb wird, sozusagen stellvertretend, nur ein Teil der Gruppe befragt. Diesen Teil nennt man Stichprobe. Die Stichprobe muss bestimmte Kriterien erfüllen, damit die Ergebnisse auf die Grundgesamtheit übertragen werden können und „repräsentativ“ sind.

Wenn man also einer Grundgesamtheit angehört, die für eine Frage relevant ist, kann es passieren, dass man zufällig durch mathematisch-statistische Auswahlverfahren für die Stichprobe ausgewählt wird. Deshalb kann grundsätzlich jeder für eine Umfrage zu Markt- und Sozialforschungszwecken ausgewählt werden, bleibt dabei aber völlig anonym. 

3. Woher hat rilaton meine Kontaktdaten?

Wenn wir Sie per Telefon kontaktieren, dann gibt es zwei mögliche Quellen, aus denen wir Ihre Telefonnummer haben könnten.

  1. Zum einen verfügen wir über eine Software, die nahezu alle in Deutschland existierenden Telefonnummern generieren kann. Aus dieser großen Menge an Nummern wurde Ihre per Zufall ausgewählt. Das heißt aber nicht, dass wir dadurch auch Ihren Namen und Ihre Adresse kennen oder andere Dinge über Sie wissen würden. Wir verfügen dann ausschließlich über eine Telefonnummer und die Information, aus welcher Gemeinde, welchem Landkreis und welchem Bundesland diese Nummer wahrscheinlich stammt. Mehr nicht.
  2. Die zweite Möglichkeit ist, dass unser Auftraggeber, also die Firma oder die Institution, für die wir die Befragung durchführen, über Ihre Kontaktdaten verfügt, weil Sie dort Kunde oder Mitglied sind. Wenn dieser Auftraggeber z.B. seine Kunden von uns befragen lassen möchte, dann darf er uns Ihre Daten zur Verfügung stellen, falls Sie ihm nicht untersagt haben, Ihre Daten für eine Marktforschungsbefragung weiterzugeben.

Ob der Angerufene tatsächlich für die Stichprobe geeignet ist (vergleiche „Warum werde ausgerechnet ich ausgewählt?“), muss daher oft zu Beginn des Interviews in den ersten Fragen ermittelt werden. Daher ist es möglich, dass Sie für eine Marktforschungsbefragung angerufen werden und dennoch das eigentliche Interview nicht zustande kommt, da sich herausstellt, dass Sie nicht für die Stichprobe in Frage kommen.

4. Hat rilaton überhaupt das Recht meine Daten zu nutzen, um mich zu kontaktieren?

Viele Menschen glauben, dass wir gar nicht über ihre Kontaktdaten verfügen dürften, bzw. diese nicht nutzen dürften, weil sie nicht ihr Einverständnis dafür gegeben haben. Dies ist aber in den meisten Fällen nicht so, da die Europäische Datenschutzgrundverordnung es rilaton erlaubt, Ihre Daten (also z.B. Ihre Telefonnummer) zu nutzen, um Sie mit der Bitte um die Teilnahme an einer Befragung zu kontaktieren. Dazu benötigt rilaton laut Gesetz in den meisten Fällen nicht Ihre Zustimmung.

Es gibt allerdings Ausnahmen, denn bei besonders sensiblen Daten ist sehr wohl Ihr Einverständnis erforderlich, damit diese Daten an uns weitergeleitet bzw. von uns genutzt werden dürfen. Diese sogenannten „besonderen Kategorien personenbezogener Daten“ umfassen Informationen über die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheitsdaten, sowie Daten zum Sexualleben und zur sexuellen Orientierung.

Die Erlaubnis, Ihre Daten zu nutzen, entnehmen wir i.d.R. Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe f) der Europäischen Datenschutzgrundverordnung.

Außerdem muss rilaton, wenn es Ihre Daten nutzen möchte, einige Vorschriften beachten, die sicherstellen, dass für Sie dadurch keine Nachteile entstehen. Dies sind im Einzelnen diese Maßnahmen:

  • Wir dürfen Ihre Daten nur für diese eine Befragung nutzen, für die wir Sie um ein Interview gebeten haben. Uns ist nicht erlaubt, Ihre Daten zu speichern, um sie schon bald darauf für eine andere Studie zu verwenden. Dies dürften wir nur, wenn Sie uns dazu Ihre Einwilligung geben würden.
  • Wir müssen Ihre Daten vor dem Zugriff von Personen schützen, die diesen Zugriff nicht für ihre Arbeit an der Befragung benötigen. D.h. also, dass auch bei rilaton nur die Mitarbeiter ihre Daten einsehen und verarbeiten können, die dies tun müssen, weil es für die Arbeit an einer Studie notwendig ist.
  • Wir dürfen Ihre Daten nicht an Andere, d.h. an Personen oder Firmen, die an der Durchführung der Befragung nicht beteiligt sind, weitergeben oder gar verkaufen.
  • Was Sie uns innerhalb einer Befragung erzählen bleibt anonym, d.h. Ihre Antworten werden nicht mit Informationen zusammengefügt, aus denen jemand schließen könnte, dass diese Antworten von Ihnen stammen. Dies bedeutet natürlich auch, dass unsere Auftraggeber, für die wir die Studien durchführen,  niemals erfahren werden, dass die Daten und Informationen von Ihnen stammen. Die Auswertung der Befragungsdaten erfolgt ausschließlich anonymisiert.
  • Ihre Kontaktdaten werden drei Wochen nach Beendigung der Studie gelöscht.

5. Welche Rechte habe ich, wenn es um die Nutzung meiner persönlichen Daten geht?

Gemäß der DSGVO besitzen Sie folgende Rechte, um selbst bestimmen zu können, was mit Ihren Daten geschieht:

  1. Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO): Sie haben das Recht, bei rilaton zu erfragen, über welche Daten von Ihnen rilaton verfügt und woher rilaton diese Daten hat. Rilaton muss Ihnen dann diese Daten zur Einsicht zur Verfügung stellen, falls Sie dies wünschen.
  2. Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO): Sie können die Berichtigung falscher Daten und die Vervollständigung unvollständiger Daten einfordern.
  3. Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO): Sie können von rilaton verlangen, dass Ihre Kontaktdaten gelöscht werden, und rilaton ist verpflichtet, diesem Wunsch unverzüglich nachzukommen.
  4. Recht auf Widerspruch (Art. 21 DSGVO): Sie können der Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten bei rilaton jederzeit widersprechen. rilaton wird Sie dann nicht mehr unter Verwendung dieser Daten kontaktieren.
  5. Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO): Sie haben das Recht, von rilaton zu verlangen, dass ihre Daten, über die rilaton verfügt, an Sie oder einen von Ihnen bestimmten Adressaten (z.B. ein anderes Unternehmen) übergeben werden.
  6. Recht auf Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde (Art. 73 DSGVO): Wenden Sie sich bitte bei Fragen, Problemen oder Beschwerden zum Thema Datenschutz zuerst an den Datenschutzbeauftragten von rilaton. Rilaton ist allerdings gesetzlich dazu verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen, dass Sie ein Beschwerderecht bei der zuständigen Aufsichtsbehörde haben. Im Fall von rilaton ist dies der Hessische Datenschutzbeauftragte.

Für Fragen und Anmerkungen bzgl. des Datenschutzes steht Ihnen der Datenschutzbeauftragte von rilaton zur Verfügung:

Gerd Sopp
Tel.: 06128/747-0
E-Mail: datenschutzbeauftragter@rilaton.com

6. Warum versuchen wir öfter Sie zu kontaktieren?

Wenn kein Gespräch zustande kommt, gehen wir davon aus, dass niemand zu Hause ist und versuchen es zu einem späteren Zeitpunkt wieder. Für die Repräsentativität einer Studie ist es wichtig, möglichst viele der per Zufall ausgewählten Telefonnummern zu erreichen. Würden wir diese Nummern nur ein Mal anwählen, so wären besonders mobile Personen, nicht in der Stichprobe vertreten. Unsere Ergebnisse wären dann nicht repräsentativ für die Bevölkerung.

Die Telefonnummern einer laufenden Studie werden per Computer verwaltet. Nach jedem Kontakt gibt der Interviewer einen Tippcode ein, der den Kontaktstatus mit dieser Nummer angibt, z.B. Termin vereinbart, verweigert, etc. Wenn also ein Gespräch zustande kam und wir wissen, dass Sie nicht mitmachen wollen, rufen wir nicht mehr an. Jede Person, die wir anrufen, kann frei entscheiden, ob Sie an der Umfrage teilnehmen möchte oder nicht. 

7. Was passiert mit meinen Antworten?

Markt- und Sozialforschung wertet die erhobenen Daten mit wissenschaftlichen Methoden aus, d. h. nachvollziehbar, wiederholbar und objektiv, da die Institute sich der Wissenschaftlichkeit verpflichtet fühlen. Markt- und Sozialforscher suchen verallgemeinerungsfähige Erkenntnisse, um beispielsweise Produkte zu verbessern. Die Grundlage für solche Erkenntnisse ist eine ausreichend große Menge von Einzelantworten (vergleiche. „Warum werde ausgerechnet ich ausgewählt?“).

Unabhängig von der Erhebungsmethode wird zuerst anonymisiert, d. h., alle personenbezogenen Daten werden von den Antworten getrennt. Erst danach verarbeiten die Marktforscher die gesammelten Daten für eine Darstellung in Tabellen weiter.

Nach wissenschaftlichen Regeln werden die Daten zu Ergebnisgruppen zusammengefasst. Statistische Methoden und spezifische Computerprogramme unterstützen die Forscher in der Auswertung. In einem Bericht werden die gewonnenen Ergebnisse dargestellt und interpretiert.

Bei allen einzelnen Schritten wird darauf geachtet, dass Anonymität und Datenschutz der Befragten und der Auftraggeber gewahrt bleiben.  

8. Wie verhält es sich bei Marktforschung mit Anonymität und Datenschutz?

Marktforscher sind an Meinungen interessiert, jedoch nicht daran, die geäußerten Meinungen einzelnen Personen zuordnen zu können. Zusätzlich zu den gesetzlichen Auflagen haben sich die Marktforscher im ICC/ESOMAR-Kodex und mit nationalen Richtlinien selbst verpflichtet, die Anonymität sowohl der Befragten als auch der Auftraggeber zu schützen. Dies ist wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Forschungsarbeit – aus rechtlicher Sicht, aber auch weil Menschen nur aus dieser Sicherheit heraus bereit sind, ihre ehrlichen Meinungen mitzuteilen.

Um die Aussagekraft der erhobenen Daten zu gewährleisten, werden die Interviews standardisiert durchgeführt. Dies beinhaltet vor allem, dass der Interviewer sich an den vorgegebenen Text des Fragebogens und die Hinweise hält. Zum Zwecke der Qualitätseinhaltung ist es daher notwendig, stichprobenweise bei den Interviews mitzuhören. Diese Kontrollen erfolgen ausschließlich durch Live-Monitoren der Interviews. Es finden keine Aufzeichnungen statt. Beim Mithören beurteilt unser hierauf geschultes Personal lediglich, ob die Umsetzung des Fragebogens nach unseren Schulungsvorgaben erfolgt, so dass der Grundsatz der Anonymität hierbei selbstverständlich gewahrt bleibt.

Markt- und Sozialforschungsdaten dürfen nur so ausgewertet werden, dass kein Rückschluss auf einzelne befragte Personen möglich ist. Personenbezogene Daten werden auf keinen Fall weitergegeben. Die Adressdaten und die Antworten auf die Fragen werden getrennt voneinander und entsprechend sicher aufbewahrt. Die Adressdaten werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt vernichtet.

Auch bei telefonischen Befragungen gewährleisten die Marktforscher Anonymität der befragten Personen über den Datenschutz hinaus.  

9. Marktforschung ist kein Verkauf

Viele Menschen wurden schon einmal am Telefon gebeten, ein paar Fragen zu beantworten. Am Ende des Gesprächs wurde dann etwas zum Verkauf angeboten. Das ist keine Markt- und Sozialforschung, denn für diese gilt ein Verbot, Umfragen mit forschungsfremden Tätigkeiten (zum Beispiel Verkauf) zu verbinden.

Bei Markt- und Sozialforschung wird strikt darauf geachtet, dass Anonymität und Datenschutz der Befragten und der Auftraggeber gewahrt bleiben. Dies ist der wesentliche Unterschied zum Verkauf: Markt- und Sozialforscher schützen konsequent die Anonymität der Befragten. Es werden keine Einzelinformationen oder Daten auf Personenebene an Dritte weitergegeben und es wird nichts verkauft.

Ziel ist nicht wie im Direktmarketing, Informationen über Einzelne zu erlangen, um besser verkaufen zu können, sondern Ziel der Markt- und Sozialforschung ist es, allgemeingültige Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung zu stellen. Die Basis dafür ist eine ausreichend große Menge von Einzelantworten, die zusammengeführt verallgemeinerte Aussagen ermöglichen.  

Erklärung zum Datenschutz und zur absoluten Vertraulichkeit Ihrer Angaben bei telefonischen Interviews

Ihre Rechte, sowie die Rechte und die Pflichten von rilaton bzgl. der Nutzung Ihrer persönlichen Daten zum Zwecke der Marktforschung, sind in der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) formuliert. Diese gilt ab dem 25.5.2018 und ersetzt das zuvor geltende Deutsche Bundesdatenschutzgesetz.

Bis zum 24.5.2018 arbeitet rilaton nach den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und allen anderen datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Ihre Teilnahme an unseren Umfragen ist freiwillig. Bei Nichtteilnahme entstehen Ihnen keine Nachteile. Es ist selbstverständlich, dass alle Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes eingehalten werden. 

Unser nach §4f BDSG eingesetzter Datenschutzbeauftragter ist Herr Gerd Sopp. Er kontrolliert die Einhaltung des BDSG und anderer Vorschriften zum Datenschutz. Fragen zum Datenschutz bei unseren telefonischen Umfragen und zu unserer Datenschutzerklärung richten Sie bitte direkt an unseren Datenschutzbeauftragten: 

Gerd Sopp 
Methods & Quality Control
Tel: +49 6128/747-7010
E-Mail: datenschutzbeauftragter@rilaton.com